Hamburger Abendblatt - 16.10.2017

Ein starkes Konzert zur Premiere

Von Heike Linde-Lembke

Ein Auftakt nach Maß: Zum ersten Konzert der neuen Veranstaltungsreihe Blueswerk kamen 250 Zuhörer ins Kulturwerk, die einen starken Auftritt erlebten. Für Ina Forsman und ihre Band gab es viel Applaus, erst nach einigen Zugaben konnten die Musiker die Bühne verlassen.

Die finnische Bluessängerin bewies im Kulturwerk, dass sie zu Recht für authentischen Blues und Soul steht. Ihre Texte beschreiben ohne Schnörkel Gefühle, die wohl jeden Menschen umtreiben, denn es geht um die Liebe. Die Musik dazu ist kompromisslos und klar.

"All Good" röhrte sie mit ihrer Stimme, die diesen faszinierenden Stahlsound hat, den sie dennoch mit lyrischen Schwingungen aufmischen kann. Schnell und im Rap-Stil startet sie den ersten Song "Hanging Loose" aus ihrem neusten Album. Den Rock dazu gibt ihre Band mit Schlagzeuger Jaako Pöyhönen, Keyboarder Samuli Rautiainen, Bassist Iiro Kautto und Gitarrist Davide Floreno. Allen lässt die Sängerin mit den starken Charisma Raum und Zeit für ein Solo.

"Talk To Me" ist auch so ein Song, den sie voller Energie singt, immer ein wenig lasziv, immer ein wenig dreckig und immer ganz bei sich. Selbstironisch beschreibt sie den Absturz der Gefühle, den Rausch, Beziehungskrisen und andere Katastrophen, aber immer werden ihre Songs zu einer Hymne auf das Leben: "What A Wonderful World!". Ina Forsman ist eine Sängerin, die berühren will, die zornig sein darf, in sich ruht und sehr lebendig ist. Beispielsweise in "Devil May Dance Tonight". Die erste Zugabe gibt sie solo mit ihrem "Piano-Player"; und als das Publikum auch danach noch nicht genug hat, holt sie die Band noch einmal auf die Bühne und singt Ray Charles' "I Believe".

NOA4 - 13.07.2017

Bericht zur Pressekonferenz Blueswerk

Hamburger Abendblatt - 03.07.2017

Diese Sängerin bringt Blues ins Kulturwerk